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Fluorkautschuk

Der Begriff Fluorkautschuk (FPM oder FKM) bezeichnet eine ganze Gruppe von Kautschuken, die als gemeinsames Merkmal Vinyliden(di)fluorid (VDF) als eines ihrer Monomere besitzen. Fluorkautschuke wurden in den 50er Jahren von DuPont (Viton) entwickelt, werden heute aber auch von Solvay-Solexis (Tecnoflon), Dyneon (Fluorel) und Daikin Chemical (Dai-El) angeboten. Neben den Fluorkautschuken existieren noch weitere Gruppen fluorierter Elastomere, wie z.B. Perfluorkautschuk (FFKM), Tetrafluorethylen/Propylen-Kautschuke (FEPM) und fluorierter Silikonkautschuk.

Die beiden wichtigsten Typen von Fluorkautschuken sind

  • Copolymere von Vinylidenfluorid (VDF) und Hexafluorpropylen (HFP) und
  • Terpolymere von VDF, HFP und Tetrafluorethylen (TFE)

Durch das zusätzlich eingeführte TFE haben die Terpolymere einen höheren Fluorgehalt, als die Copolymere (ca. 68-69% im Vergleich zu 66% bei den Copolymeren), was sich in der besseren Beständigkeit gegen Chemikalien und höhere Temperaturen widerspiegelt. Copolymere haben dagegen Vorteile beim Druckverformungsrest und der Tieftemperaturflexibilität.

Daneben gibt es außerdem

  • Polymerisate aus VDF, HFP, TFE und Perfluormethylvinylether (PMVE)
  • Polymerisate aus VDF, TFE und Propen, sowie
  • Polymerisate aus VDF, HFP, TFE, PMVE und Ethen

Perfluormethylvinylether (PMVE) wird in den Kautschuken zur Verbesserung der Tieftemperaturflexibilität eingesetzt. Die Polymerisate mit Propen sind beständiger gegen Laugen, als andere FPM-Typen, quellen aber dafür in Kohlenwasserstoffen wesentlich stärker. Polymerisate mit Ethen zeigen auch bei hohen Temperaturen noch Beständigkeit gegen Schwefelwasserstoff.



Quelle: Wikipedia

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